ENDLICH 60

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Ich kann nicht verhindern,
dass ich alt werde.
Aber ich kann dafür sorgen,
dass ich Spaß dabei habe!

Connie war mehrfach die älteste Teilnehmerin bei der Challenge Roth und ist mit Ende 60 immer noch aktive Triathletin!

Connie, wie schaffst du es, in deinem Alter noch dermaßen fit zu sein?

Meistens vergesse ich einfach, wie alt ich bin. Irgendwie habe ich immer noch ganz guten Kontakt zu dem Teenager in mir, der einfach die Welt sehen und was erleben will. Das merke ich vor allem, wenn im Radio entsprechende Musik läuft – egal ob Stones oder Eminem – ich muss dann einfach auf „laut“ stellen und einige Minuten durch die Wohnung tanzen.

Zwar kokettiere ich manchmal ein wenig mit meinem Alter – und werde dann öfter mal ausgelacht, aber in der Regel gestehe ich mir nicht zu, das Alter als Ausrede für irgendetwas zu akzeptieren. Im Gegenteil, ich versuche mich sowohl geistig wie körperlich immer wieder neu zu fordern, achte aber auch darauf, dass ich ausreichend Schlaf bekomme, mich gesund ernähre, mein Training sehr abwechslungsreich gestalte und mich auch geistig fordere – beispielsweise ist es mir innerhalb von knapp 2 Jahren ganz gut gelungen, meine Italienischkenntnisse soweit auszubauen, dass ich inzwischen italienische Romane lesen kann. Außerdem war ich kurz vor Pandemieausbruch 4 Monate allein im Camper in Australien und Neuseeland unterwegs – da habe ich viel erlebt und immer wieder aus der Situation heraus entschieden, was ich als nächstes mache, wohin ich fahre, mit wem ich in Kontakt gehe und auf welche Abenteuer ich mich einlasse.

 

Welches ist deine stärkste Disziplin im Triathlon?

Laufen!!!

 

Wann hast du denn mit dem Ausdauersport angefangen? Warst du vorher schon sportlich? Hattest du immer einen gesunden Lebenswandel?

Das war – ähnlich wie bei Dir – ein schleichender Prozess. Allerdings in einer späteren Lebensphase.

Mit Mitte vierzig hatte ich wohl eine Lebenskrise, die mich alles, was bisher war, nochmal gründlich hinterfragen ließ. Dazu gehörte zum Beispiel das Rauchen von vielen Zigaretten, die gelegentlich außer Tabak noch andere Stoffe enthielten, der Genuss von einer ordentlichen Menge von Alkohol – ich konnte in meinen Dreißigern erwachsene Männer unter den Tisch saufen (nichts, worauf ich stolz bin) – und dass ich regelmäßig die Nächte durchgefeiert habe.

Jedenfalls: entschlussfreudig und willensstark war ich schon damals, und so beschloss ich Mitte der 90er quasi von einem Tag auf den anderen, ab jetzt besser auf mich zu achten, die Genussgifte völlig abzusetzen und perspektivisch mehr Sport zu betreiben...